Freitag, 26. August 2011

Wer zahlt bei Wasser im Keller durch Sturm und Regen

Wasser im Keller durch Sturm und Regen bzw. Starkregen kommt häufig vor, nach einem Orkan oder Gewitter, nur wer bezahlt den Schaden, bzw. welche Versicherung ist dafür zuständig?

Das schwere Gewitter am Mittwoch, begleitet durch starke Regenfälle und Sturm, hat bei einigen Hausbesitzern dafür gesorgt, dass Wasser in den Keller eingedrungen ist und Sachen beschädigt hat. Hier stellt sich nun die Frage, " wer bezahlt das". Aus unserer Praxis wissen wir, dass viele Hausbesitzer auf Ihren Kosten "sitzen bleiben".

Hausratversicherung oder Wohngebäudversicherung

Zuständig für Schäden durch vollgelaufene Keller kann die Hausratversicherung und die Wohngebäudeversicherung sein. Vorausetzung ist jedoch, dass das Gefahrenmerkmal "Elemantargefahren" mitversichert ist. Fehlt dieser Einschluss der Elementardeckung, deckt die normale Versicherung nur die Überschwemmung durch einen Rohrbruch. Leider wissen viele Hausbesitzer nicht, dass man die Elementargefahren einschließen sollte oder lehnen diese Versicherung, wegen zu hoher Kosten, ab. Da zwischenzeitlich Starkregen mindestens zur Hälfte die Ursache für Überschwemmungen im Keller ist, und diese Gefahr nur durch den Einschluss der Elementargefahren abgesichert werden kann, sollten Sie unbedingt in Ihrer Police nachsehen, ob dieses Gefahrenmerkmal enthalten ist. Leider prüfen die meisten Hausbesitzer Ihren Versicherungsschutz erst dann, oder sind bereit die höheren Kosten zu tragen, wenn durch ein Unwetter ein Schaden von mehreren tausend EUR bereits entstanden ist. Für diesen Schaden kommt die Einsicht jedoch zu spät. Lieber etwas mehr zahlen und versichert sein, als den Schaden alleine begleichen zu müssen.


Freitag, 5. August 2011

Die Flucht aus den Aktien ist nicht nachvollziebar

In den letzten Tagen erleben wir eine regelrechte Flucht aus den Aktien, warum eigentlich und wo liegen die Alternativen? Dies hier auszuführen, ist natürlich nicht umfassend möglich, hierüber könnte man ein Buch schreiben. Dennoch möchte ich versuchen 1 – 2 Gedanken darzulegen, die zum Nachdenken und diskutieren anregen sollen.

Wenn Sie Ihr Geld aus den Aktien abziehen, wo liegen dann die Alternativen?
Im Gold; dieses ist zwischenzeitlich schon so stark gestiegen, dass bei der geringsten Beruhigung der Weltmärkte mit einem Rückgang, evtl. sogar starken Rückgang, gerechnet werden muss.

Das Geld in Staatsanleihen anlegen. Dies halte ich für nicht besonders klug. Bitte bedenken Sie, Geld ist nur soviel Wert, wie Gegenwert vorhanden ist. Wenn die Staaten also hingehen und massiv die „Gelddruckmaschinen“ anwerfen, wird Inflation entstehen und Ihr erspartes Geld stark entwertet oder anders ausgedrückt, die Kaufkraft sinkt. Dies können wir jetzt schon beobachten, denn die Inflation ist deutlich über den zu erzielenden Zinsen bei AAA-Adressen.

Und hier schließt sich in diesen kurzen Ausführungen der Kreis. Aktien sind Realwerte. Die Aktiengesellschaften halten Liegenschaften, Patente, Maschinen usw. Auch eine Inflation kann diesen Papieren nichts anhaben. Wird das Geld entwertet, so steigen die Preise. Mit anderen Worten, die Börse steigt, ohne dass deshalb schon ein Realgewinn vorhanden wäre. Anders, als bei festverzinslichen Papieren, droht jedoch langfristig keine inflationsbedingte Entwertung Ihres Geldes.

Zur Vereichfachung nun hierfür ein Beispiel. Nehmen wir einmal an, die Geldumlaufmenge würde sich verdoppeln, dann würden Sie einem Kaufinteressenten Ihre Haus, welches jetzt z.B. 250.000 EUR Wert ist, nicht mehr zu diesem Preis verkaufen, sondern Sie würden 500.000 EUR verlangen. Genau so verhält es sich bei den Aktien. Wenn Sie jedoch 250.000 EUR auf dem Sparbuch oder in Staatsanleihen investiert hätten, würde sich die Kaufkraft Ihres Geldes halbieren. Mit anderen Worten, Sie hätten nur noch eine Kaufkraft von 125.000 EUR.

Ins Verhältnis gesetzt wäre bei diesem Beispiel, ohne dass die Aktienmärkte real dazugewinnen, dennoch Ihr Geld noch 4 x soviel Wert, wie im festverzinslichen Bereich. In diesem Sinne, wünsche ich uns allen, etwas mehr Geduld und Ruhe in diesen volatilen Zeiten. Ihr Hubert Weinlich